- TitelStiftung
- Inhalt
Antonius Eggenstain zu Silz und Maria Zeillerin seine Ehefrau von Reith Gericht Ernberg (Ehrenberg) gebürtig, gekennen mit Beistand des Amanndus Jöchl gerichtlich Petersbergischer Anweiser folgende testamentarische Stiftung:
1) Falls Anton Eggstain ohne Leibeserben vorverstirbt, vermacht er seiner Ehefrau, die am 20.11. 1690 von seiner Mutter erworbenen zwei Petersbergischen Grundgüter, das "Adl.Gaßgut" in specie die halbe Gebühr in der Lehenbehausung im Silzer Oberdorf;
von den Gütern: In Rungger nächst dem Dorf liegend auch Starland grenzt gegen Osten: an Petersbergische Herrschaftsgüter,
im Süden: an sein eigenes und übrigen gemeinsamen Runggenacker, im Westen: an Catarina Zeillerin und Thuman Praxmarers Acker, im Norden: an sein eigen Gut und anderer Nachbarn; weiters ein Stück Freimahd 3 Mannmahd groß auf den Roßlof zwischen dem gemeinen Feldweg und Herrschaftsgütern liegend.
Die Frau soll die Hälfte zur Erhaltung der Gebäude beitragen aber von allen Steuern und Abgaben frei sein
2) Frau Maria vermacht den Erben aus ihrem Vermögen 1000 fl/rheinisch und Gewandkasten und Mobiliar.
Sie stiftet darüber hinaus: Messen um 100 fl. für die Kiche zu Breitenwang und weiters sollen für 50 fl. bei den Franziskanern in Innsbruck, den Patern zu Stams und Franziskanern zu Reutte und Kapuzinern zu Imst und im Gottshaus Silz in jedem Ort 20 hl. Messen (macht 100 Messen) gelesen werden.
Die 50 fl. sind anteilmässig aufzuteilen.
Am 7. und 30. Tag nach Bestattung sind nach der Messe jedesmal 30 kr. für die Almosen auszuteilen, dafür sollen weiterse 50 fl. versprochen werden. Man soll jährlich bis zum Tod 2 Hl. Messen lesen lassen.
Siegler: Johann Rudolf Schmüd, Pflegsverwalter zu St. Petesberg und Anton Eggenstain,
beides runde grüne Siegel in Kapsel anhängend.
Zeugen: Philipp Jacob zu Rindelhofen, Pfleger zu Silz und Andrä Tanner, Kurat zu Haimingen.
Auf der Rückseite Änderungen von 21. Juni 1700:
zu 1) Die Frau soll die ganze Lehensbehausung und noch 4 Starland, den Creizacker bekommen, dafür die Reparationen der Gebäude und die Steuern tragen.
Unterschriften: Johannes Spreng, Anwalt zu Petersberg
Anton und Maria Eggenstain
Zeugen: Amandus und Johannes Jöchl, Martin Kluibenschädl
Original Pergament: 41 cm x 64 cm
Pilzbefall
Pfarrarchiv Rietz
- Provenienz
- Entstehung02.01.1698-21.06.1700
- Umfang1 Urkunde
- ErhaltungszustandPilzbefall ; Flecken ; Schimmel ; Riss
- Signatur6.7460.A27
- URN
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Klassifikation
