- TitelVereinbarung Gottesdienstpflicht Pill-Kolsass
- Inhalt
Vereinbarung zwischen Eberhart Nortz, Richter zu Rettenberg und Jörg Schachner zu Kolsass im Namen des Abtes Lienahrt und des Convents des Gotteshauses St. Georgenberg und des Pfarrers zu Kolsass an einem der Nachbarschaft und Oblay zu Kolsas und Kolsassberg am anderen - und der Nachbarschaft Püll (Pill) und Püllenberg (Pillberg) am dritten Teil:
Künftig müssen die Piller statt an 17 Festtagen nur mehr an 3 Tagen (Karfreitag, Pfingsten und Mariä Himmelfahrt) samt ihrem Priester nach Kolsass zum Gottesdienst kommen.
An diesen Tagen darf niemand in Pill zelebrieren. Für diesen Erlaß müssen die Piller weitere 5 Pf. Wachs (zus. 8 Pf.) der Kirche Kolsass reichen. Die Piller dürfen eine ewige Messe stiften ( 3 Tage ausgenommen) und sollen der Pfarrkirche und dem Widum in Koslass hilflich sein.
Bei Nichteinhaltung tritt die frühere Regelung wieder in Kraft:
1. Abt Lienhart zu St. Georgenberg (kl. rundes Schalensiegel an Pressel)
2. Conventsiegel Georgenberg (kl. gelbes Schalensiegel an Pressel)
3. Hanns von Waldenstein zu Rettenberg (grünes Schalensiegel an Pressel)
Siegelbitte durch Hans Norrer am Ärzberg als Kirchpropst der St. Anna Kapelle zu Püll und Vollmächtiger Procurator der Nachbarschaft zu Pill und Pillenberg und durch Sigmund Velder, Dorfmeister zu Kolsass
Zeugen: Jörg Seitz ob dem Eben, r. kais. Hoffischer, Hans Hatzinger, Stephan Huendl am Weererberg, Hatzig Lechner am Pruggerperg im Radenperger Gericht, Anndre Enndthofer von Schlitters im Gericht Rottenburg, Lienhart Leytner zu Weer für die zu Pill, am Pfinztag vor Sonntag Invocavit (11.2) 1524 ausgestellte Urkunden.
Zeugen: Hanns Grossaicher im Gericht Thaur, Hans Hofer Müllner zu Volders, Peter Wilnit im Duchs, Ulrich Rennkhart am Mühlbach, Bernhard Hueber zu Weer.
O. Perg: 28,5 x 47,5 cm Plica 5,7 cm alle 3 Siegel anhangend
DV: Inhaltsangabe aus 19. Jahr. A.Ber. III, Nr. 698
Pf.A.Pill
- Provenienz
- Entstehung24.02.1524
- Signatur6.7353.A15
- URN
Klassifikation
